Die eigene Jubiläumsrede schreiben

Angeregt durch Stephen R. Covey möchte ich Ihnen heute bei Ihrer eigenen Jubiläumsrede behilflich sein. Ich will ich Ihnen zeigen, wie man durch die eigene fiktive Jubiläumsrede lernt, Ziele und Prioritäten zu setzen. Außerdem werden Sie eine ausgezeichnete Methode zur Selbstmotivation kennen lernen.

Die eigene Jubiläumsrede gedanklich aufbauen

Stellen Sie sich in einer freudigen Umgebung Ihre eigenen 85. Geburtstag bildlich vor. Ihr Partner, Ihre Kinder, Freunde und Verwandte sind gekommen, um mit Ihnen zu feiern. Lassen Sie Vertreter aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen auftreten. Jeder von ihnen berichtet nun, seiner Beziehung zu Ihnen entsprechend, noch einmal von Ihren positiven Seiten und wichtigsten Leistungen. Ihr Lebenspartner, ihr Kind und sie selbst werden eine Rede halten. Sie aber werden alle drei Reden selbst verfassen.

Inhalte der Jubiläumsreden

Denken Sie darüber nach, was die einzelnen Menschen wohl sagen würden. Was würden sie als wichtig empfinden und noch einmal besonders hervorheben? Gibt es positive Wesenszüge, die wohl von allen genannt werden? Oder haben die Menschen um Sie herum ein völlig unterschiedliches Bild von Ihnen? Vielleicht eines, das eigentlich gar nicht der Wahrheit entspricht? Fragen Sie sich, ob man an ihrem Geburtstag das sagen würde, was Sie hören wollen. So wird Ihnen schnell klar, ob Sie der Mensch sind, der Sie sein wollen. Oder aber ob Sie vielleicht etwas tun, das Ihnen selbst missfällt.

Auf der anderen Seite können Sie reflektieren, was nicht erwähnt wird. Vergleichen Sie die Dinge, die wahrscheinlich unbeachtet bleiben, mit Ihrem eigenen Empfinden. Ist das, auf was Wert gelegt wird, im Einklang mit Ihren Zielen? Und andersherum, bewerten Sie das, was keine Beachtung in den Erinnerungen an Sie spielt, auch wirklich angemessen? Oder bewerten Sie Manches zu hoch und mühen sich nur übermäßig daran ab?

Lernen Prioritäten zu setzen

Eine solche Rede kann also deutlich machen, was wirklich wichtig ist im Leben und worauf man folglich seine Prioritäten setzen sollte. Kein Mensch wird nachhaltig von Ihrem neuen Mercedes-SLK sprechen auf den Sie so sehnsüchtig hingearbeitet haben. Auch peinliche Momente, über die Sie sich vielleicht Tage lang den Kopf zerbrochen haben, werden unerwähnt bleiben. Was zur Sprache kommt, und was der Welt von Ihnen im Gedächtnis bleibt, ist Ihre Menschlichkeit, Ihre Art, mit Menschen umzugehen, Ihr Humor, Ihr Verständnis, Ihr Mitgefühl. Nicht zu vergessen die Momente, in denen es Ihnen gelang, Ihre Mitmenschen tief zu beeindrucken, sei es durch außergewöhnliche Fähigkeiten oder einfach durch aufopferungsvolle Hilfe, durch die Sie anderen aus der Patsche geholfen haben.

Motivation durch die eigene Rede

Zu sehen, was unsere Mitmenschen schon heute an uns schätzen, kann uns ein sehr glückliches Gefühl bescheren. Es motiviert, von seinen eigenen Stärken zu hören.

Die eigene fiktive Rede kann aber auch ein anderes großes Motivationspotential freisetzen. Nämlich dann, wenn man sich die Reden so überlegt, wie man sie sich wünschen würde. Während wir sie oben möglichst realitätsnah gestaltet haben, um eigene Fehler zu offenbaren, überlegen wir hierbei, wie wir gerne sein würden. Was sollen Ihre Liebsten in mehreren Jahrzehnten von Ihnen sagen? Welche Ziele wollen Sie bis dahin erreicht haben? Denken Sie als Resultat Ihrer imaginären Geburtstagsrede also auch darüber nach, welche (langfristigen) Ziele Sie sich noch stecken möchten.

Es fühlt sich gut an, zu sehen, alle gewünschten Ziele verwirklicht zu haben, oder? Nutzen Sie nun die Energie! Beginnen Sie motiviert daran zu arbeiten!

Denn tatsächlich erreichte Ziele fühlen sich noch besser an.

Ihr Dr. Martin Wittschier

www.martinwittschier.de

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